Die Menschen heben stolz das blau-weiße Banner der Odenwald
Quelle, lachende Frauen und Kinder hinter der Aufschrift
„Der neue quellfrische Geschmack“. Die erst vor wenigen Wochen beschlossene
Kooperation der Odenwald Quelle und der Bensheimer Karl
Kübel Stiftung für Kind und Familie zur Verbesserung
der Trinkwasserversorgung und zur Steigerung der
landwirtschaftlichen Produktion trägt bereits erste
Früchte.
Die ersten Sickerbecken und Felddämme, die die
kurzen aber heftigen Monsunregen am schnellen Abfließen
hindern sollen, konnten noch kurzfristig vor Beginn der Regenzeit
ausgehoben bzw. aufgeschüttet werden.
Männer und Frauen aus dem 200-Familien-Dorf Gadirangapura
haben alle kräftig mit angefasst. Sie haben bereits einige
Kilometer Felddämme aufgeworfen und dahinter
Sickerflächen ausgehoben. Dies wird sich nicht nur auf die
Fruchtbarkeit der Felder, sondern auch auf die Qualität und
Ergiebigkeit des Grundwassers auswirken. Die Felddämme
werden zudem mit Nutzpflanzen (z.B. Rizinus)
bepflanzt, um sie zu stabilisieren und gleichzeitig
landwirtschaftlich zu nutzen.
Die Menschen hoffen, dass sich
diese Maßnahmen schon kurzfristig auf die Erträge der
kommenden Ernte auswirken werden. Eine Bäuerin
zeigt uns stolz ihre Erdnusspflanzen. Sie plant in
Zukunft nicht nur eine Ernte einzubringen, sondern hofft auf die
Möglichkeit, vielleicht sogar eine zweite Ernte anbauen zu
können. Jetzt (Ende August), in der Regenzeit, stehen die
Felder noch in kräftigem Grün, doch
schon in wenigen Wochen wird sich das Bild mit Beginn der
monatelangen Trockenzeit von Tag zu Tag wandeln. Dann wird sich
am Wasserstand der Brunnen ablesen lassen, ob bereits erste
Verbesserungen erreicht werden konnten.
Die ersten Eindrücke
stimmen hoffnungsvoll. Die Menschen haben begriffen, welche
Chance ihnen das Projekt bietet. Bereits jetzt haben sie
begonnen, für jeden Meter Felddamm einen festen Betrag von
dem jeweiligen Besitzer einzutreiben. Diese Rücklagen sollen
angespart und langfristig für die Instandhaltung der
Dämme und Brunnen genutzt werden. Frauen diskutieren
darüber, dass die unkontrollierte Beweidung der Felder
eingestellt werden muss, da das Vieh ansonsten die Dämme
beschädigt. Nur wenn die Menschen selbst die Verantwortung
übernehmen, kann das Projekt erfolgreich sein.
In den nächsten Monaten werden weitere Arbeiten in Gadirangapura
und anderen Dörfern der Region folgen, u.A. der Bau von
größeren Wasserspeichern, die Renovierung von Brunnen
und die Einrichtung von sauberen Trinkwasserentnahmestellen.
Weitere Informationen über das Kooperationsprojekt der
Odenwald Quelle und der Karl Kübel Stiftung und die Arbeit
der Stiftung sind erhältlich bei:
Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie
Ralf Tepel
Darmstädter Str. 100
64625 Bensheim
Tel. 06251 – 700 523
tepel@kkstiftung.de
www.kkstiftung.de
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