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23.12.2011 40 Jahre bei der „Quelle“
24.10.2011 Qualifizierungsoffensive macht Station bei Odenwald-Quelle
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Eine Tausend-Euro-Spende für Wellcome
23.12.2010 Mannheimer Morgen:
Stiftung als „Strahlemann“
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Sprudelnde Geschäftsidee
29.11.2010 Gewinner des „Odenwald-Quelle / Marktkauf Scheck-In“ Gewinnspiel steht fest.
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In Heppenheim sprudeln neue Ideen
17.02.2010 Mannheimer Morgen:
Stille Wasser mehr gefragt
16.02.2010 Mannheimer Morgen:
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12.01.2010 Odenwald-Quelle seit 1. Januar 2010 eigenständig
12.01.2010 Odenwald-Quelle gratulierte Mitarbeitern zum Jubiläum
31.12.2009 Starkenburger Echo:
„Die Odenwald-Quelle sprudelt ab sofort wieder in eigener Regie“
31.10.2009 Starkenburger Echo:
„Manager bieten für Eichbaum und Odenwald-Quelle“

Aktuelle Pressemitteilung

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Unterwegs im UNESCO-Geopark: Mit dem Hessischen Rundfunk und der Odenwald-Quelle durch das Felsenmeer

(Region Rhein/Main/Neckar) Nur die schnellsten dürfen mit - dies ließen sich die hr4-Hörer Anfang Juli nicht zweimal sagen, als es darum ging, noch ein Ticket für die von hr-Mitarbeiterin Gabriele Spitzinger vorbereitete Ausflugstour des Monats zu ergattern. Diese führte an einen besonderen Ort inmitten des südhessischen UNESCO-Geoparks Bergstraße-Odenwald: zum Felsenmeer im Lautertal.

Eindrucksvoller Blick auf ein Meer von Felsen - Halbzeit für die Wanderer an der Brücke

Mit Windjacke und gut beschirmt traf man sich nun zur Juli-Wanderung im Kreuzhof auf der Kuralpe, wo hr-Moderator Carsten Gohler den daheim gebliebenen Hörern bei einer Live-Schaltung gemeinsam mit Reinhard Diehl und Dr. Jutta Weber (UNESCO-Geopark) sowie Dr. Holger Göldner (Landesamt für Denkmalpflege) die Tour vorstellte. Anschließend brach die Gruppe, wohl versorgt mit Erfrischungsgetränken der Odenwald-Quelle, zu ihrer etwa dreistündigen Wanderung auf, die zunächst steil bergauf, zum oberen Einstieg in das Felsenmeer führte.

Nun ging es direkt hinein in die geheimnisvolle Felslandschaft, von deren Entstehung Reinhard Diehl zu berichten wusste. Streitende Riesen seien es gewesen, die dieses Meer von Felsen zurückgelassen hätten - und der eine sogar noch darunter begraben, so die schöne Sage, die seit Generationen erzählt wird. Die wahre Geschichte ist jedoch sehr viel älter, wie Geologin Dr. Jutta Weber anschließend ausführte. So sind die Gesteine des Felsenmeers, wie auch der gesamte Kristalline Odenwald im Erdaltertum vor etwa 340 Millionen Jahren entstanden, als die Region Schauplatz spektakulärer Ereignisse war. Zu jener Zeit kollidierten in unserer Region zwei Urkontinente. Die dabei entstehende Gesteinsschmelze stieg bis in die Erdkruste auf, wo sie langsam als Tiefengestein auskristallisierte. Das Felsenmeer ist ein Teil dieser alten Nahtstelle zweier Kontinente. Für die besondere, abgerundete Form der Gesteinsblöcke war subtropische Verwitterung in der Tertiärzeit vor etwa 50 Millionen Jahren verantwortlich. Das heutige spektakuläre Erscheinungsbild des Felsenmeers entstand schließlich in junger geologischer Zeit: während der Eiszeiten wurde der zwischen den Blöcken lagernde Verwitterungsgrus wurde weggespült und die freigelegten, runden Blöcke gelangten ins Rutschen. Sie glitten die Talflanken herab und bildeten so im Lauf der Zeit diese eindrucksvolle Ansammlung von "Riesenmurmeln".

Auch für die Menschen ist dieses Gestein schon früh ins Blickfeld gerückt: im 3. und 4. Jahrhundert wurde der Felsberg als römischer Steinbruch genutzt, wie Archäologe Dr. Holger Göldner berichtete. So ist die Riesensäule, die neben etwa 300 weiteren Werkstücken von den römerzeitlichen Steinmetzen zurückgelassen wurde, eine der faszinierendsten Hinterlassenschaften aus jener Zeit. Sie war für den Bau des Doms zu Trier bestimmt, wie vergleichende Untersuchungen ergaben. Nicht nur der lange und beschwerliche Transportweg der Gesteine, sondern auch die besonderen Abbau- und Bearbeitungstechniken der Römer wurden von Göldner anschaulich geschildert.

Von der Steinindustrie im Lautertal, die im 19. Jahrhundert im Lautertal erblühte, berichtete Heidi Adam, die die Gruppe als Vorsitzende des Lautertaler Gemeindeparlaments und engagierte Felsenmeer-Führerin begleitete. Dieser für das Tal so wichtige Erwerbszweig sei aber heute so gut wie zu Erliegen gekommen, da Gesteine aus Übersee trotz des langen Transportweges günstiger seien und so die heimischen Produkte verdrängt haben, so Adam.

Zwischenrast mit Erfrischungen der Odenwaldquelle und Infos von Felsenmeer-Führer und Geopark-Ranger Michael Kauer Nach der Hälfte des Weges an der Brücke wartete auf die Wanderer eine willkommene Stärkung - und bei Laugenbrezeln, Mineralwasser und Apfelschorle wurden gemeinsam mit Michael Kauer, Geopark-Ranger und Felsenmeer-Führer, spielerisch Kontinente verschoben und Gebirge aufgefaltet.

Mit frischen Kräften ging es nun wieder an den Aufstieg, bei dem es immer wieder Blicke auf die eindrucksvolle Felsenlandschaft und die Zeugnisse römischen Wirkens gab.

Bei Sonnenschein schließlich der Abstieg zurück zur Kuralpe, wo schon ein wohlverdienter deftiger Odenwälder Gemüse-Eintopf mit Bauernbrot und Äppelwoi bereit stand.

Fazit beim Abschluss-Interview mit Carsten Gohler: Eine faszinierende Tour durch das "Sagen"hafte Felsenmeer, das eindrucksvolle Einblicke in die Erd- und Kulturgeschichte unserer Region gibt - und für die daheim gebliebenen Hörer ein besonders lohnendes Ausflugsziel im UNESCO-Geopark Bergstraße-Odenwald ist.

So sei das Felsenmeer zwar nicht das Werk zweier Riesen, dafür aber ein spektakuläres Fenster in die Geschichte unserer Erde und der Menschen, die auf ihr leben, so die einhellige Meinung der Teilnehmer.

23.07.2004
Rückfragen der Redaktion an Dr. Jutta Weber
Geologie und Öffentlichkeitsarbeit im
UNESCO-Geopark Bergstraße-Odenwald
Nibelungenstraße 41
64653 Lorsch
Tel.: 06251-7079923


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